Politik

Für ein buntes und weltoffenes Brandenburg an der Havel!

schdmnn

26. Januar 2015

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PEGIDA – Was bedeutet es und was steckt dahinter?

Die zunehmende Zahl von Flüchtlingen heizt seit Monaten eine Debatte zum Thema Asylpolitik in Deutschland an. Die Diskussion wird seit vergangenen Dezember mehr und mehr auf die Straßen getragen. Anfangs waren die Akteur_innen eher aus dem neonazistischen und rechtskonservativen Spektrum mittlerweile jedoch werden die Proteste von der sogenannten PEGIDA-Bewegung dominiert. Das Kürzel steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Ihren Ursprung hat sie in Dresden, wo jeden Montag zu einer Demonstration aufgerufen wird. Dieser folgten zuletzt circa 25.000 Menschen. Nach den ersten Aktionen in Dresden bildeten sich zahlreiche Ableger in deutschen Städten: Bärgida in Berlin, Pagida in Potsdam, Legida in Leipzig, um nur einige zu nennen. Neben dem Schüren von Angst, gegen Personen muslimischen Glaubens, eint die Bewegung die Ablehnung gegenüber der Presse und der etablierten Politik. Bei den Organisator_innen von PEGIDA handelt es sich um Lutz Bachmann und Kathrin Oertel. Wie erst kürzlich durch die Medien veröffentlicht, zeigte Bachmann im September 2014 via Facebook sein wahres Gesicht – er hetzte gegen Flüchtlinge mit den Worten „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“. Des Weiteren tauchte ein Bild auf, auf dem er als Adolf Hitler posiert. Ermittlungen wegen Volksverhetzung laufen. Das von PEGIDA konstruierte Selbstbildnis, es würde sich um eine Bewegung aus der Mitte der Gesellschaft handeln, welche lediglich eine schärfere Asylpolitik und mehr Mitbestimmungsrecht für die Bürger_innen erreichen möchte und nichts mit neonazistischem Gedankengut zu tun hat, bricht nach und nach zusammen und es kommt ein anderes, von Rassismus, Nationalismus und Islamfeindlichkeit bestimmtes Bild hervor.
Im Land Brandenburg sorgt die Gruppe „Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung“ (BraMM) für Aufregung. Laut eigener Aussage bekennen sie sich zu PEGIDA und wollen durch sogenannte Spaziergänge den Protest auch in die Brandenburger Städte tragen. Inzwischen distanziert sich PEGIDA jedoch von der BraMM, da diese maßgeblich durch die rechtskonservative Partei ‚Die Republikaner‘ gesteuert wird. Ob die rassistischen und islamfeindlichen Parolen der Gruppierungen auch im Land Brandenburg fruchten, wird sich am 26. Januar zeigen. An diesem Tag ruft die BraMM zu ihrem ersten Spaziergang durch Brandenburg an der Havel auf.

Als soziokulturelles Jugendzentrum, ist es uns, der Jugendkulturfabrik e.V. wichtig, klar Stellung gegen die Entwicklungen des hiesigen PEGIDA-Ablegers, sowie der PEGIDA selbst, zu beziehen. In diesem Zusammenhang wollen wir auf die für heute Abend geplante Gegenkundgebung aufmerksam machen!

Treffpunkt: 18 Uhr Neustadtmarkt

Rassismus, Fremden –und Islamfeindlichkeit hat weder im Haus der Offiziere, noch in unserer Stadt Brandenburg etwas zu suchen! Für ein buntes und weltoffenes Brandenburg an der Havel!

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