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Unser Kommentar zum Ende des Skateparks in Brandenburg

Unser Kommentar zum Ende des Skateparks in Brandenburg

FSJ

2. Juni 2017

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Jeder, der in den letzten 2 Jahren Zeitungen gelesen oder wenigstens bei Nachrichtensendungen nicht weggeschaltet hat, stellt mit Sorge fest, dass der kulturelle und demokratische Zusammenhalt in Deutschland und Europa gefährdet ist.
Rechtspopulismus und Radikalisierungstendenzen, aufkeimender Nationalismus sowie die Ablehnung von Diversität und Veränderung stellen die Grundpfeiler unserer (noch demokratischen) Gesellschaftsordnung offen in Frage.

Zufriedenheit mit der Demokratie hängt auch von Teilhabechancen, den Möglichkeiten, diese Gesellschaft mitzugestalten, aber natürlich auch der wirtschaftlichen Lage und den Zukunftsperspektiven ab, die Menschen (auch gemeinsam) entwickeln können.

Jugendliche dieser Stadt haben seit 8 Jahren versucht, die ungleich verteilten Möglichkeiten für die Gestaltung trotzdem zu nutzen.
Sie schrieben Briefe, entwarfen Konzepte und demonstrierten.
Sie sammelten Geld, warben um Aufmerksamkeit und Mehrheiten bei den politischen Entscheidungsträgern. Sie versuchten, immer neue Forderungen der Verwaltung und Politik umzusetzen, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen.
Eine Skatehalle oder am Ende des Liedes…wenigstens ein Skatepark für die ganze Familie!

Heute stellen wir fest, dass diesen Jugendlichen der Zugang zu dem verwehrt wird, was gesellschaftliches Leben im Alltag und in der Kommune ausmacht: das eigene Lebensumfeld und damit auch ihre Gesellschaft mitzugestalten. Was für Erfahrungen geben sie nun weiter?

Liebe Verantwortungsgemeinschaft aus Verwaltung und Politik: Überdenkt bitte euer Handeln!

Jugendliche benötigen diese Erfolge nicht nur in Form von baulichen Orten, an denen sie ihren Interessen nachgehen können – viel wichtiger ist der Prozess der gesellschaftlichen Aushandlung, der Erfolg im demokratischen Konsens, der als Grundlage bestand, als das Geld für das Projekt von der Stadtverordnetenversammlung zur Verfügung gestellt wurde.

Eure nachdenkliche Jukufa

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