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Liebes Corona-Tagebuch

hannah

16. April 2020

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Hey Leute,

ihr werdet bestimmt mitbekommen haben, dass es zur Zeit ziemlich still um uns geworden ist…
Die Frage nach dem Warum ist ganz einfach zu beantworten: Natürlich mussten wir aufgrund der Corona-Pandemie das HDO für unbestimmte Zeit schließen. Das bedeutet für euch, keine Bar-Abende am Dienstag und Donnerstag sowie keine Veranstaltungen am Wochenende. Keine Parties zum Abtanzen, keine Konzerte, keine Poetry Slams, keine Jam Sessions. Kein „Was geht am Wochenende? Lass mal abends im HDO treffen.“ Uns fehlt das alles unglaublich doll. Wir arbeiten normalerweise Woche für Woche daran, möglichst schöne Events für euch und uns auf die Beine zu stellen. Die ersten Wochen waren gar nicht so schlimm. Cool – Wir hatten endlich Zeit, liegengelassene Dinge zu bearbeiten. Doch so langsam macht sich diese Lücke bemerkbar. Auch finanziell betrachtet, macht sich eine immer größer werdende Lücke bemerkbar. Viele denken – „Die sind doch gefördert das ist doch easy kein Ding.“ Nein. Zwischen 50% und 70% müssen wir selbst erwirtschaften – mit dem Veranstaltungsbetrieb.
Auch unsere Social-Media-Kanäle stehen so gut wie still. Woran das liegt? Wir arbeiten gemeinsam mit anderen Kultureinrichtungen auf Hochtouren daran, finanzielle Unterstützung für den Kulturbereich im ganzen Land Brandenburg zu erhalten. Es geht nicht nur ums HDO. Es geht um alle kulturellen Einrichtungen und die betroffenen Festivals. Es werden Schadensberechnungen durchgeführt, Wirtschaftspläne aktualisiert, virtuelle Konferenzen abgehalten – täglich ändert sich so vieles.

Dazu kommt, dass wir seit Wochen unser großes Jubiläum planen: 20 Jahre HDO. Mit der Arbeit daran haben wir schon vor der Krise begonnen. Dabei hätten wir euch gerne in den Prozess und die Entwicklung miteinbezogen.
Doch zurzeit ist nicht mal ein Termin im Oktober sicher planbar, weswegen wir damit bis jetzt nicht an die Öffentlichkeit gegangen sind. Außerdem stellen wir uns regelmäßig die Frage „Ist das sinnvoll, ein Jubiläum kurz nach oder sogar noch mitten in der Krise zu feiern? Sollten wir das Ganze nicht besser verschieben?“ Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt und ob wir nach der Sommerpause unsere Türen wieder öffnen können.

Mittlerweile sind wir dabei, eine Streaming-Serie als Alternative zu unseren wöchentlichen Veranstaltungen aufzubauen. Freut euch auf Live Streams von euren Lieblings-DJs, Konzerte und mit etwas Glück sogar auf einen Poetry Slam und spannende Workshops!

… die Plattenteller sollen sich schließlich weiterdrehen.


Ihr fehlt uns sehr und wir hoffen, bald wieder, quasi analog, mit euch feiern zu können.

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